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Sonntag, April 11, 2021

 

Die Abreise von Wudang, Beijing ich komme

Mache meine Morgenübungen. Beim Frühstück wird nicht viel gesagt nur eine Frage wird mir gestellt ob ich wieder kommen werde? Das wird uns das Tao zeigen sage ich. Bekomme heute früh nicht viel herunter habe einen Kloß im Hals stecken.

Nach dem Frühstück gehe ich rauf und mach mich für mein Morgentraining fertig. Gehe nochmal alles durch. Schaue den anderen beim Training zu, die Zeit vergeht heute sehr schnell.

Nun ist es auch schon Mittag. Gehe in meine Stube räume alles auf, packe meinen Koffer. Die einen oder anderen Sachen lasse ich für Chris da. Gehe nochmal zum Tempel verneige mich vor dieser atemberaubenden Kulisse und bedanke mich das ich da sein durfte. Alle stehen in einer Linie und verneigen sich auch vor mir, und bedanken sich das sie mich kennen lernen durften. Auf einmal bricht der Chris aus der Reihe und umarmt mich er kann seine Tränen nicht mehr zurück halten. Es war doch irgendwie wunderschön hier. Wir bleiben in Verbindung Ok? Sagt er zu mir. Nun steige ich ins Auto drehe mich um sehe ihnen zu wie sie mir winken. Einerseits ist es traurig einerseits freue ich mich auf zuhause. Das Wetter passt sich meiner Stimmung an es ist bewölkt und schon kommen die ersten Regentropfen. Wie wenn der Wudang auch traurig ist das ich Abreise.

Auf Wiedersehen schönes Wudang Gebirge, die Wiege des Kung Fu und Tai Chi Chuan vielleicht sehen wir uns mal wieder. Fahre durch die Straßen Richtung Bahnhof sammle nochmal die letzten Eindrücke für mich auf. Das wilde hupen der Fahrzeuge, das Chaos auf den Straßen, die Straßenverkäufer, die verschiedenen Gerüche auf der einen Seite, und auf der anderen Seite blicke ich zum himmlischen grünen Wudang. Nun muß ich mich von der letzten Person verabschieden. Wir umarmen uns und ich gehe Richtung Warteraum. Meine Gedanken sind bei den Jungs, ob die auch an mich denken?

Nun ist mein Zug auch schon da, fahre dieses mal erste Klasse nach Peking. Nobel geht die Welt zu Grunde. Es gibt hier keinen großen Unterschied ich habe statt sechs Betten nur vier. Die Betten sind größer und die Matratzen dicker. Wir haben auch eine Schiebetür zum Gang damit es geräuschloser ist und einen Teppich am Boden. Toiletten sind europäischer Standard ein Sitzklo mit Spülung und Waschbecken. Es wird auch regelmäßig der Waschbereich von den Angestellten gesäubert. Gleich nebenan gibt es auch einen Essenswagon da kann man wenn man will auch Frühstücken.

Beijing ich komme. Nach einer Reise von 20 Stunden bin ich auch schon in Beijing angekommen. Nun bin ich wieder auf mich alleine gestellt. Was sagte Meister You Li Han nochmal zu mir, immer den Schildern nach, ja wenn ich sie lesen könnte wäre es kein Problem. Habe aber die Telefonnummer von denen, falls es zu eng wird rufe ich einfach an. Jetzt brauche ich erst einmal ein Taxi dann zum Hotel einchecken. Mal sehen was für Überraschungen mich da erwarten. Nach dem zweiten Anlauf habe ich auch das richtige Hotel gefunden. Das Zimmer ist zum schlafen gut aber mehr auch nicht. Es hat wenigstens eine Matratze und ein Fenster. Vielleicht brauche ich ja die Matratze nicht mehr? Mein Ausblick ist auch nicht gerade der Reißer schaue direkt auf eine Mauer die ungefähr einen Meter von meinem Fenster entfernt ist. Schön wäre es wenn es die chinesische Mauer wäre.

Werde jetzt Peking bisschen unsicher machen. Bin in der Stadt herumgekommen habe eben erfahrenIn Peking das Peking 20 Millionen Einwohner hat. Die Luft ist hier immer sehr neblig. Das kommt von der Luftverschmutzung. Man sieht hier nie die Sonne, der ganze Nebel wirkt wie ein Deckel auf dieser riesen Stadt, dadurch wird sie nur wärmer und stickiger. Eine ganze Menge von Menschen leben hier. Hier geht es noch chaotischer zu wie in Wudang. Bin sogar U-Bahn gefahren, hier sind die Kontrollen auch wie am Flughafen. Du musst dein Gepäck durch ein Röntgengerät schieben und wirst selber auch kontrolliert. Die U-Bahn ist sehr modern mit der besten Technologie, Respekt. Überall an den Stationen stehen Streifenpolizisten und schauen nach dem Rechten.

Nach ein paar Erledigungen gönne ich mir das letzte mal was chinesisches zum Essen. Hey was sehen da meine Augen eine saubere Toilette, sogar einen Seifenspender und ein Lufttrockner. Die Lokalität wo ich esse gibt es schon seit 300 Jahren. Geht zurück bis zur letzten Qin Dynastie. Einige Berühmtheiten waren hier schon zum Essen. Große Meister des Kung Fu und Tai Chi Chuan. Nach demShopping in Peking essen mache ich noch einen kleinen Spaziergang durch die Gassen und dann gehe ich zurück zum Hotel. Danach brauche ich erst einmal 45 Minuten bis ich dem Herren an der Rezeption erklären konnte das ich morgen ein Taxi zum Flughafen brauche. Mein Taxi würde ca. 1 Stunde 45 Minuten brauchen bis ich am Flughafen bin, das ist echt der Wahnsinn. Nun ich hoffe er hat es verstanden. Das werde ich ja morgen sehen. Na dann gute Nacht Beijing.

Somit geht meine Reise hier in China zu Ende. Ich hoffe doch ihr konntet einige meiner Ereignisse sehr nah miterleben. Euch in die Situationen hinein fühlen, mit mir leiden, mit mir schwitzen und mit mir trauern. Ich denke das wird nicht das letzte mal sein das ich hierhergekommen bin. Das Training sowie die Einstellung haben mich sehr weit gebracht.

Ich konnte meinen Traum erfüllen. Lebe deinen Traum, es ist nicht unmöglich. Wie sagte Konfuzius „auch ein Weg von 1000 Meilen beginnt mit dem ersten Schritt“. Ich bedanke mich bei allen zahlreichen Lesern die meine Berichte täglich verfolgt haben. Aber jeder Anfang hat auch leider ein Ende.